Zwischen den relativ groben Sandkörnern bleiben entsprechend große Poren, durch die das Wasser rasch versickert. Auch Nährstoffe kann der Boden nicht festhalten. Andererseits füllen sich die Zwischenräume reichlich mit Luft, die für die Pflanzenwurzeln unentbehrlich ist. Sand ist einfach zu erkennen, denn es lassen sich die einzelnen Körnchen deutlich spüren. Sie bleiben nicht an den Fingern haften und lassen sich im trockenen Zustand nicht formen.
Die Tonteilchen sind winzig klein und verklebt und bilden kaum Zwischenräume. Wenn der Boden nicht gerade völlig ausgetrocknet ist, haftet in diesen Zwischenräumen Wasser, das so kräftig gebunden ist, dass es nur im geringen Maß an die Pflanze abgegeben werden kann. Deshalb können sich in einem Tonboden rasch Welkerscheinungen zeigen, obwohl genügend Wasser vorhanden ist. Luft hat zwischen den wenigen wassergefüllten Zwischenräumen sowieso kaum Platz. Dafür können sich an den vielen winzigen Teilchen mit relativ großer Oberfläche in hohem Maße Nährstoffe anlagern.
Ton ist so plastisch, dass er nur noch als geschlossene Form mit mehlig-glatter Oberfläche erscheint. Er lässt sich gut ausrollen. Je nach beigemengtern Körnchen bzw. Feinsubstrat kann das Substrat noch genauer bezeichnet werden (sandig, tonig usw).
Der Schluff liegt mit all seinen Merkmalen genau zwischen den beiden Extremen Sand und Ton. Trotzdem stellt Schluff noch nicht das Optimum eines Mineralbodens dar. Da in der Praxis in den seltenen Fällen ein „reinrassiger“ Boden nur mit einer, klar definierbaren Korngrößenfraktion vorliegt, müssen meist die Mischungen definiert werden. Es gibt dann schluffigen Sand, tonigen Schluff, sandigen Ton usw.
Zwischen den Fingern fühlt sich der Schluff leicht mehlig an, die Einzelkörner sind nicht mehr zu unterscheiden. Das Material haftet zwar ein wenig, lässt sich aber nicht ausrollen, wie der Ton.
Für einen Boden, in dem alle drei Bestandteile gemischt vorhanden sind, existiert eine neue Bezeichnung, die allgemein bekannt ist, Lehm. Je nach vorherrschender Körnungsart spricht man von sandigem oder tonigem Lehm. Im schluffigen Lehm findet man schließlich die optimale Mischung aller physikalischen Eigenschaften, was ihren Einfluss auf das Gedeihen der Pflanzen betrifft.
Lehn besteht größtenteils aus Feinsubstanz, enthält aber auch deutlich fühlbare Sandkörner. Er ist bindiger und formbarer, als die vorher genannten Bodenarten und lässt sich zu bleistiftartigen Würstchen ausrollen.
Die meisten Böden enthalten in ihrer obersten Schicht mehr oder weniger Humus, der von zahlreichen Lebewesen bewohnt wird. Der bei der Zersetzung toter Pflanzen und Tiere entstehende Humus besteht aus großen Molekülen, die Ionen aus dem umgebenden Wasser an ihre Oberfläche anlagern. Dadurch werden lösliche Salze festgehalten. Im Humus befinden sich also die meisten Nährstoffe.
Es gibt noch weitere besondere Bodenformen,z.B. die Moorböden, die sehr sauer und nährstoffarm sind und die nährstoffreichen Salzwiesen, auf denen nur salz-resistenze Pflanzen wachsen können z.B. der Queller.
Schlechten Kalkzustand signalisieren zum Beispiel Wilde Stiefmütterchen, Bauernsenf und Hasenklee, Hundskamille, Kleiner Sauerampfer, Schmalblättriges Weidenröschen.
Ackerwinde, Gauchheil, Ackerhellerkraut, Löwenzahn, Leinkraut, Lichtnelke, Salbei und Wegwarte zeigen einen guten Kalkzustand an.
| Sandböden | 5,6 - 6,0 |
| Tonböden | 7,0 |
| Torfböden | 4,0 - 5,0 |
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Luft und Wasser sorgen für die mengenmäßig wichtigsten chemischen Elemente, die die Pflanzen zum Wachstum brauchen. Aus der Luft werden Kohlendioxyd CO2 und Sauerstoff O2 entnommen und die Wurzel saugen das Wasser H2O auf.
Durch die Sonnenstrahlung kann dann die Photosynthese stattfinden: In den Chloroplasten der Laubblätter werden mit Hilfe der Lichtenergie Wasser und Kohlendioxyd auf gespalten und aus den Bestandteilen Kohlenhydrate gebildet. Diese sind chemische Energiespeicher und die bekannteste Form ist der Zucker und die Stärke.
Die anderen Elemente, die die Pflanze zum Wachstum braucht, sind in der Natur im Boden vorhanden und können über die Wurzeln aufgenommen werden. Das heißt, es wachsen auf jedem Boden nur die Pflanzen, die mit den vorhandenen Bedingungen zurecht kommen.
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| Brennessel | Urtica spez. |
| Garten-Wolfsmilch | Euphorbia peleus |
| Giersch | Aegopodium podagraria |
| Gewöhnliches Greiskraut | Senecio vulgaris |
| Hirtentäschel | Capsella bursa-pastoris |
| Kleinblütiges Knopfkraut | Galinsoga parviflora |
| Kohl-Gänsedistel | Sonchus oleraceus |
| Persischer Ehrenpreis | Veronica persica |
| Vogelmiere | Stellaria medica |
| Weißer Gänsefuß | Chenopodium album |
Anzeiger für geringen Stickstoffgehalt
| Acker-Fuchsschwanz | Aloepecurus myosuroides |
| Breitblättriger Hohlzahn | Galeopsis ladanum |
| Rauhaarige Wicke | Vicia hirsatum |
| Hundsveilchen | Viola canina |
| Mittlerer Wegerich | Plantago media |
| Hungerblümchen | Erophila verna |
Die
Wirkung der Nährelemente
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Nährelement |
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Mangelerscheinung |
Überdüngung |
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Kümmerlicher Wuchs, helle |
Mastige,anfällige Pflanzen |
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Stickstoff |
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Färbung der älteren Blätter |
mit wässrig aufgedunsenen |
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geringe Ernte |
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Zellen |
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Wachstumshemmung mit |
Stoffwechselstörungen (v.a. |
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Phosphor |
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rötlicher Verfärbung der |
Anreicherung im Boden, |
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älteren Blätter, geringer |
teilweise Gewässer |
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Blüten- und Fruchtansatz |
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schlaffe Pflanzen,ältere Blätter |
Wuchsminderung |
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Kalium |
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vom Rand her aufgehellt,später |
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Braun-Färbung,geringes
Wurzel- |
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wachstum |
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Magnesium |
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ältere Blätter vergilben |
Anfälligkeit für Schädlinge |
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zwischen den Blattrippen |
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schwache Zellwände
verursachen |
behindert die
Phosphoraufnahme |
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Calcium |
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Verbräunung an jungen Blättern, |
verdrängt Kalium und
Magnesium |
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"Stippigkeit" beim
Apfel |
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schwache Zellwände, dadurch |
keine Auswirkung |
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Silicium |
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anfällig für Krankheiten
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Schädlinge |
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Schwefel |
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jüngere Blätter vergilben |
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starke Gelbfärbung der jüngeren |
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Eisen |
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Blätter zwischen den Adern |
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Triebspitzen vergilben und |
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Bor |
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sterben ab |
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Flecken,Aufhellungen
zwischen |
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Mangan |
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den Blattadern, bei Gehölzen |
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an älterem Laub |
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weiss verfärbte u.verdrehte
Blatt- |
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Kupfer |
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spitzen (in Hochmooren) |
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Mit freundlicher Genehmigung von Sabine Willig, die diese hervorragende Zusammenfassung erstellt hat!